GKM (Glas-Knopf-Museum) Weidenberg - Museum für Glas, Glasknöpfe, Lüster, Gablonzer Schmuck, Geschichte und Integration

20 Jahre Glas-Knopf-Museum
Sonderausstellung und Museumsfest

OpenAir Galerie - Livemusik - Illumination - "Mord im Glasmuseum" - Straßenmalaktion für Kinder

Samstag, 15.Juli, 14:00-24:00 und Sonntag, 16. Juli, 11:00-18:00

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Allgemeine Infos zum Museum 

Kristallstraße 5, 95466 Weidenberg

Website: www.glas-knopf-museum.de

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Info unter:
Brigitte Hadlich
Sonnige Lehne 3
95466 Weidenberg
Tel. 09278-319
E-Mail: gkm@hadlich-art.de


Öffnungszeiten 2017:
2. April – 1. Oktober Sonntag, 14.00-17.00 Uhr
Jeden ersten Sonntag im Monat finden im Rahmen des „Weidenberger Museumsweges“ Schauvorführungen ("Heiße Führung") statt.


Eintritt:

3,00 € Erwachsene / 4,00 € an Aktionstagen mit Führungen
2,00 € Kinder

Gruppenführungen (Heiße Führung, Perlenwickeln,
Kindergeburtstag) nach Vereinbarung.

Museum und Mitmach-Werkstatt

Das GKM - Glas-Knopf-Museum Weidenberg ist ein Haus der Geschichte und eine lebendige Mitmach-Werkstatt für Jung und Alt. Seine Stärke ist die Atmosphäre der Glas-Manufaktur aus den 1950er Jahren.

Es ist gegliedert in:
- die Geschichte der Glasmacher
- die originale Produktionsstätte
- die Sammlung der Glasobjekte

Das GKM wurde zwischen 1994 und 1997 in ehemaligen Produktions-räumen von den Mitgliedern des Werksiedlungsvereins eingerichtet und erzählt die Geschichte der Menschen, der Aussiedlung, der Integration, und der Glasindustrie.


Geschichte der Glasmacher in Weidenberg

Nach dem 2. Weltkrieg brachten die Vertriebenen aus dem Sudetenland ihre Technik der Glasveredelung mit Stangenglas und Drückzangen aus Metall in ihre neue Heimat mit. Anfang der 1950er Jahre entstand die Werksiedlung mit Hilfe des sog. Marshallplanes als neuer Ortsteil von Weidenberg. Die industriellen Produktionsmethoden der „Gablonzer“ schufen Arbeitsplätze für angelernte Arbeiter und Heimarbeiter. Eine eigene Exportfirma („Novex“) verbreitete die Produkte weltweit.

Der Boom währte nur wenige Jahrzehnte, dann führten Billigimporte zum Niedergang der Glasindustrie. Auch für die modernen Waschmaschinen waren Glasknöpfe nicht geeignet.


Die originale Produktionsstätte

Das GKM zeigt in authentischer Umgebung  die alten Produktionspro-zesse. In einem ehemaligen Perlen-Produktionsbetrieb angesiedelt, blieb die Raumaufteilung, Maschinen und Werkzeuge nahezu im Original-zustand erhalten. Der Besucher kann die schweißtreibende Arbeits-situation aus den 50er, 60er Jahren des letzten Jahrhunderts miterleben. 

Am Drückofen zeigen Glasdrücker an Aktionstagen die Entstehung des Eintrittsknopfes und die Weitervearbeitung an der Schermaschine, das Schleifen und Feuerpolieren Ihres Eintrittsknopfes. Am Perlenwickelplatz kann der Besucher seine Geschicklichkeit beweisen und eine Perle selbst gestalten.

Eine Geräusch- und Lichtinstallation versetzt uns zurück in die Vergangenheit.


Die Sammlung der Glasobjekte

Eine wahre Schatzkammer erwartet uns im Ausstellungsraum.

Die einmalige Sammlung von Knopf-Musterkarten aus einer Fichtelberger Produktionsstätte zeigt die unerschöpfliche Vielfalt von einfachen bis zu hochkomplexen Mustern. Die Palette reicht vom kleinen Wäscheknopf in allen Pastellfarben bis zum hochmodischen Mantelknopf mit handbe-malten Motiven und Goldauflagen.

Perlen aus Weidenberg gelangten bis nach Afrika und Amerika und sind im Museum gut dokumentiert.

Gürtlerarbeiten (sogenannter Gablonzer Modeschmuck), Kristalllüster, handgeschliffene Hohlgläser und andere kunstvoll gestaltete Alltags-gegenstände, die in der Werksiedlung hergestellt wurden, werden in den Vitrinen präsentiert.



Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
2015 Glas im Fichtelgebirge